Fearless Girl

Wir sind eine echte Krise nach 10 Jahren Bullenmarkt gar nicht mehr gewohnt. Der Coronacrash hat uns vielleicht etwas Angst eingejagt, aber ist bisher doch recht glimpflich vorüber gegangen. Da kommen die echten Tugenden eines Börsianers etwas aus der Übung. Deshalb habe ich jetzt die Statue des Fearless Girl auf meinen Desktop geholt.

Ursprünglich bot es dem Charging Bull in New York paroli. Jetzt steht es der New Yorker Börse gegenüber. Das Fearless Girl verkörpert für mich die Haltung eines erfolgreichen Investors. Gerade, wenn die Angst einen Abgrund zu öffnen scheint und wenn sie wie Efeu eine Wand hochklettert, gilt es aufrecht und mutig zu sein.

Das Fearless Girl will auch Frauen ermutigen, es mit der Börse aufzunehmen. Und es will Investmentfirmen dazu bringen, Frauen einzustellen. Vielleicht gelingt das ja. Frauen sind oft erfolgreiche Investorinnen. Es wäre doch schön, wenn sie ihren Beitrag bei der Investorengemeinde einbrächten.

Glück gehabt

2019 haben wir an der Börse wirklich Glück gehabt. Wer hätte das gedacht am Anfang dieses fulminanten Börsenjahres? Die meisten Experten waren sehr skeptisch. Nur einige Hellsichtige konnten einen positiven Verlauf erkennen. – Es war also Glück. Oder war es doch Können und Disziplin, wenn man am Ende des Jahres mit 20 % Gewinn da steht?

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Der Index ist ein Quant

Unter Anlegern gibt es schon mal Diskussionen, ob man lieber in einen aktiv gemanagtes Fonds oder in einen passiven Fonds, der einen Index abbildet ( ETF ), investieren sollte.

Was das Ergebnis angeht, haben Langfristvergleiche ergeben, dass kaum ein aktiv gemanagter Fonds langfristig den Index schlägt. Aber das soll hier nicht das Thema sein.

Ich möchte die Frage stellen, ob Index-Fonds wirklich passive Investments sind.

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Bei der Schlussglocke wird geklatscht

An der Wall Street gibt es noch eine Präsenzbörse. Dort stehen die Händler unten im Saal und auf dem Balkon präsentiert sich jeden Tag irgendeine Firma. Und zum Handelsschluss erschallt die Schlussglocke und dann wird enthusiastisch geklatscht. Und das auch an den finstersten Tagen, an denen die Kurse krachend einbrachen, Milliarden Dollar vernichtet wurden und tiefe Wirtschaftskrisen ihr Momentum entfalteten. Das war 2000 so und 2008 und auch davor, wenn der Blick in die Zukunft nur noch finster war. Bei der Schlussglocke wird geklatscht. Denn die Marktteilnehmer glauben an die Börse und den Erfolg des Kapitalismus. Sie wollen den Erfolg und es ist auch immer wieder bergauf gegangen.

Die Kirchen in Deutschland machen das ganz anders.

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Der Erfolg ist langweilig

Spekulieren macht Spaß – wenigstens dem, der dafür geboren ist. Es gibt den nötigen Kick zu sehen, wie die Kurse rauf und runter sausen. Und manchmal hat man spektakuläre Gewinne zu verzeichnen. Besonders, wenn die Gier einsetzt – oder die Panik – dann gibt es einen Adrenalinschub und man schickt sich an, die größten Fehler seiner Anleger-Karriere zu machen.   „Der Erfolg ist langweilig“ weiterlesen

Glaube und Spekulation

Ein Gläubiger müsste ein guter Spekulant sein. Und ein Spekulant könnte auch ein guter Gläubiger sein. Für beide ist die Zukunft ein Hoffnungsort, wo ihre begründeten Ahnungen in Erfüllung gehen sollen. Oder: die Zukunft ist ihnen ein Ziel, das sie in Umrissen zu erkennen glauben und für die sie sich in der Gegenwart positionieren.   „Glaube und Spekulation“ weiterlesen