Einschätzungen

Stand: September 2019

  • Das große Bild: Die multipolare Welt und ihre Lebensgrundlagen
    • Wir bewegen uns auf eine multipolare Welt zu, in der die USA eine Großmacht neben anderen sein werden. China erstarkt. USA und China werden noch lange ihre Kräfte messen.
    • Der Pazifik mit seinen Anrainern wird zum Gravitationszentrum der Weltwirtschaft. Auch Russland wird an der Seite Chinas wieder eine Rolle spielen. Europa gerät in die Randlage.
    • Die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien wie Elektromobilität, grüner Strom, Speichertechnologien wird zu einer Existenzfrage der Menschheit und für Technologiesprünge und neues Wirtschaftswachstum sorgen.
    • Künstliche Intelligenz und Biotechnologie werden ihren Beitrag zum qualitativen Wachstum leisten.
    • Die von der globalen Entwicklung ausgeschlossenen oder bedrohten Völker und Menschen müssen ernst genommen werden. Wenn es für sie keine Lösung und Perspektive gibt, ist der Weltfrieden bedroht.
  • Anlageklassen
    • Bonds
      • Die Zinsen werden noch lange niedrig bleiben, da ein rascher Entzug der aufgeblähten Geldmenge die Weltwirtschaft abwürgen würde. Die USA haben sich durch die letzten Zinserhöhungen etwas Spielraum für schlechtere Zeiten geschaffen.
      • Bonds sind daher als Anlageklasse nur sehr bedingt zu empfehlen. Sie können sogar angesichts der Überschuldung – besonders der USA – gefährlich sein.
    • Gold
      • Gold als Krisenwährung und Wertspeicher wird steigen, da die konkurrierenden Großmächte China und USA immer wieder aneinander geraten werden. Deshalb gehört Gold in jedes Depot. Für den Anleger empfiehlt sich verbrieftes und hinterlegtes Gold.
      • Goldminen sind nur bedingt als Hebel für die Entwicklung des Goldpreises geeignet. Auch haben Goldminen bei überhöhter Volatilität Gold langfristig nicht schlagen können.
    • Immobilien
      • Angesichts einer wachsenden Bevölkerung und mit höheren Ansprüchen an das Wohnniveau bleiben Immobilien attraktiv. Auch das niedrige Zinsniveau begünstigt Immobilien. Für den Anleger empfehlen sich Immobilien-Aktien, da sie wenig Arbeit machen.
      • Als Ersatz für Bonds kommen Immobilien nur begrenzt in Frage, weil ihr Wert auch mit der Wirtschaftsentwicklung schwankt. Sie sorgen allerdings für regelmäßige Einnahmen.
    • Aktien
      • Wie immer geben Aktien Anteil am langfristigen Wirtschaftswachstum. Marktbreite Fonds sind durch Einzelengagements nur schwer zu schlagen.
      • In Zeiten niedriger Zinsen und wiederkehrender Krisen sind Werte mit hoher Dividende attraktiv, da sie für regelmäßigen Ertrag sorgen und meist solide Firmen repräsentieren.
      • Emerging Markets und USA gehören in jedes Depot. China und USA sind die innovativsten Mächte. Die Emerging Markets und die USA haben eine positive Bevölkerungsbilanz und Rohstoffe und bieten schon allein deshalb Wachstumspotenzial.
      • Japan und Deutschland können trotz überalterter Bevölkerung profitieren, weil sie mit ihrer Industrie-Kompetenz die digitale Produktion vorantreiben.
    • Währungen
      • Der Dollar wird seine Rolle als einzige Weltreservewährung verlieren.
      • China und Russland werden eine alternative Währung mit einem eigenen Zahlungssystem aufbauen. Gegenwärtig sammeln sie einen Goldschatz an, um die neue Währung werthaltig zu hinterlegen.

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